Jahresabschluss 2024

Erneut ein starkes Plus im Flugverkehr, weggefallene BMW-Einnahmen zu über 50% kompensiert, aber höherer Verlust durch Flugsicherungskosten - dieses Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 wurde jetzt in der Beiratssitzung des Flughafen Hof-Plauen vorgestellt.

 

Erneut ein starkes Plus im Flugverkehr, weggefallene BMW-Einnahmen zu über 50% kompensiert, aber höherer Verlust durch Flugsicherungskosten - dieses Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 wurde jetzt in der Beiratssitzung des Flughafen Hof-Plauen vorgestellt.

Das Geschäftsjahr 2024 schließt mit einem starken Verkehrszuwachs um 24,9% auf 10.791 Flugbewegungen (Vj 8.640). Insgesamt nutzten 12.002 Personen den Flughafen als An- oder Abflugsdestination.  

„Das Jahr 2024 hatte für unser Unternehmen im Verkehr positive Entwicklungen. Wir freuen uns, dass unser Standort gerade bei gewerblichen Kunden angenommen wird“, freut sich Flughafengeschäftsführer Ralf Kaußler. Konkret betrugen die Umsätze insgesamt 2,8 Millionen Euro. Dabei leistet das Kerngeschäft mit dem Flugbetrieb mit insgesamt 1,8 Millionen Euro den größten Einnahmebeitrag. Bemerkenswert ist auch, dass die weggefallenen Mieteinnahmen von BMW bereits mit zusätzlichen Einnahmen von rd. 162.000 Euro zu über 50% bereits aufgeholt werden konnten.

Den Einnahmen gegenüber stehen jedoch Ausgaben in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro. Diese setzen sich aus Kostensteigerungen bei Materialaufwand und Personal, aber insbesondere aus der Ausbuchung von Sonderposten zusammen. Konkret hat der Bund die Kostenerstattung der Flugsicherung im März 2025 zunächst eingestellt. Aufgrund der unklaren Lage musste die Buchhaltung den Jahresabschluss 2024 bereits entsprechend darauf auslegen, wodurch ein höherer Verlust zu verzeichnen war.

Für das laufende Jahr 2025 wagt Geschäftsführer Kaußler eine vorsichtige Vorausschau. „Das Jahr 2025 hat sich bislang gut entwickelt. Wir können ein Verkehrsniveau vergleichbar dem Vorjahr erwarten. Die Einnahmenlage ist stabil.“ Positiv entwickle sich auch weiterhin der gewerbliche Verkehr. Für die Flugsicherungskosten hat der Bund für die Haushaltsjahre 2025 und 2026 weitere Mittel bereitgestellt, sodass auch hier Einnahmen für die Flugsicherung zu erwarten sind.

Oberbürgermeisterin Eva Döhla und Landrat Dr. Oliver Bär erklären dazu als Gesellschafter der Flughafenbetriebsgesellschaft: „Stadt und Landkreis Hof tragen gemeinsam die Verantwortung für den Flughafen und damit auch das finanzielle Defizit. Wir tun das, weil der Flughafen für unsere Region wichtig ist, insbesondere für den Wirtschaftsstandort. Gleichzeitig´behalten wir die Entwicklung im Blick. Die beauftragte Machbarkeitsstudie soll aufzeigen, wie wir die Strukturen weiterentwickeln und zusätzliche Einnahmen erschließen können und den Flughafen zukunftsfähig halten.“ 

Wie bereits mitgeteilt, haben Stadt und Landkreis Hof als Gesellschafter die ACR Group mit der Durchführung und Erstellung einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Diese soll Maßnahmen und Wege aufzeigen, wie weitere Einnahmen erzielt werden können. Ergebnisse werden hier im Frühjahr 2026 erwartet.